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Einige Ausflugsziele

Über die bekanntesten Ausflugsziele der Toskana, wie Florenz, Pisa, Siena, San Gimignano und Volterra möchte ich nicht viel schreiben, den von denen hat jeder schon einmal gehört oder ist bereits dort gewesen. Falls Sie trotzdem Informationen suchen, im Internet bin ich auf eine tolle Seite gestoßen, mit jeder Menge Infos über Italien: www.italienfreunde.de .

Lieber möchte ich von den regionalen und allgemein weniger bekannten Sehenswürdigkeiten berichten, denn über diese findet man weit weniger Material.  

San Giminiano

Roccatederighi

Entdecken Sie die kleinen Orte der Region, wie z. B. Montemassi, Roccatederighi, Gavorrano, Scarlino oder Tatti, um nur ein paar aufzuzählen. Es gibt kleine verwinkelte und verschachtelte Gässchen, die man zum Teil nur zu Fuß begehen kann, kleine Plätze und Natursteinhäuser, manche davon in den Felsen oder auf Trachitgestein erbaut. Durch die Erhaltung des mittelalterlichen Charakters fühlt man sich in ein längst vergangene Epoche versetzt. Allein schon wegen des Ausblicks, den man über die Maremma hat, ist ein Besuch lohnenswert.  

Unbedingt erwähnenswert ist Massa Marittima, ein wunderschönes mittelalterlichen Städtchen mit einer gepflegten Fußgängerzone, schönen Geschäften und einem sehr belebtem Domplatz, der zu einem der schönsten Plätze Italiens zählt. In den warmen Monaten ist bis in die späten Abendstunden ein geschäftiges Treiben auf den Straßen. Es gibt außerordentlich gute Restaurants, Trattorien, Bars und Eisdielen, die teilweise in sehr schön restaurierten Kellergewölben untergebracht sind. Zum Besichtigen gibt es ein Bergwerksmuseum.  

Massa Marittima

Massa Marittima

Die Provinzhauptstadt Grosseto (70 000 Einwohner) hat ebenfalls eine Fußgängerzone mit vielen Geschäften, einen Dom und eine komplett erhaltene Stadtmauer, die einen fünfzackigen Stern darstellt.  

Ist man erst einmal in Grosseto, so empfiehlt es sich auch noch das beschauliche Vetulonia zu besuchen. Vetulonia liegt ca. 15 km nördlich von Grosseto und ist eine "Geisterstadt" der besonderen Art mit Steinkreisgräbern und und anderen Grabräumen. 

In der Abtei von San Galgano (etwas abseits der Strecke Siena – Massa Marittima) kann man die eindrucksvollen Mauern einer der ersten gotischen Kirchen besichtigen. Die Außenmauern sind komplett erhalten, beziehungsweise wieder aufgebaut. Nur das ehemalige Bleidach fehlt, aber gerade dieser Makel trägt zu dieser außergewöhnlichen Kulisse bei!  

Ein besonderes Ausflugsziel stellt der „Tarot-Garten“ der Niki de Saint Phalle dar. Er ist im südlichen Zipfel der Provinz Grosseto, bei Capalbio. Es bietet sich ein einzigartiges Schauspiel, denn die bekannte französische Künstlerin hat inmitten herrlicher Natur übergroße bauchige Skulpturen erbaut, die zum Teil begehbar sind. Sie sind aus Zement und Polyester hergestellt und mit wunderbaren Mosaiken aus Keramik, Glas und Spiegeln verkleidet.  

[Wegbeschreibung] [2.Bild]

Tarot-Garten

Il Giardino di Daniel Spoerri

Daniel Spoerri ist Erfinder der "Eat Art" und Mitbegründer der "Neuen Realisten". Im Park finden Sie zwischen Büschen und Bäumen mehr als 70 Skulpturen aus Metal und Bronze.

Wenn der Besucher durch das kniehohe Gras zum "Chambre n. 13 de l'Hotel Carcassonne" oder "The Planets" geht, wird er überrascht von abwechslungsreichen "Landschaftswitzen".

Der Besuch im Park lässt sich wunderbar kombinieren mit einem Besuch in Montalcino oder Montepulciano. [Wegbeschreibung]

Der Naturpark der Maremma, „il Parco dell’Uccellina“ war der erste Regionalpark, der in der Toskana eingerichtet wurde. Er erstreckt sich über ca. 9 000 ha an der toskanischen Küste, zwischen Principina a Mare und Talamone. Ein Stück unberührte Natur mit üppiger Vegetation und einer Vielfalt von verschiedenster, zum Teil seltener Tierarten. Man kann oft Rudel von Pferden oder die typischen maremmanischen Rinder mit ihren langen, geschwungenen Hörnern auf den Weiden sehen. Die „Butteri“, sie werden im Volksmund auch oft die „toskanischen Cowboys“ genannt, kümmern sich um die freilebenden Herden.

Man kann den Park mit Kleinbussen besichtigen oder die kleineren Touren auch zu Fuß machen.  Weitere Informationen finden Sie unter WWW.girando.it

Das Schildkröten- und Storchenzentrum „Carapax ist in Zusammenarbeit mit der Europäischen Gemeinschaft entstanden und widmet sich den Aufgaben der Aufnahme, Vermehrung, Wiederverbreitung und wissenschaftliche Erforschung der Schildkröten. Das Zentrum hat eine Ausdehnung von 15 ha und beherbergt Tausende von Schildkröten aus dem Mittelmeerraum, aber auch aus Japan, Florida und Zentralafrika. Außerdem gibt es Störche und andere Tiere, die sich hier vermehren.

Die Besucher können das Zentrum auf vorgeschriebenen Wegen besichtigen, die zu allen Gehegen führen.  

[Zentrumsüberblick]

Monte Argentario

Ein weiteres lohnenswerteres Ausflugsziel stellt die Halbinsel „Monte Argentario dar. Nicht nur die Städtchen Porto S. Stefano und Port ´Ercole mit Ihren Jachthäfen sind besichtigungswert, sondern man kann eine Tour mit dem Auto um die Insel machen und das wunderschöne Panorama genießen. Vorsicht: die große Tour um die ganze Insel empfiehlt sich nur mit geländetüchtigen Fahrzeugen, da das letzte Stück sehr schlecht befahrbar ist.  Weitere Informationen finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Monte_Argentario

Von Porto S. Stefano aus gehen Fähren auf die Insel Giglio, die man auch die „Lilieninsel“ nennt (es empfiehlt sich ein Tagesausflug ohne Auto!) und Gianutri, die „Liebesinsel“.  


Sehr interessante etruskische Ausgrabungen sind um Vetulonia (Ausgrabungsstätten und Nekropolen), Populonia (teilweise begehbare Hügelgräber!) und Roselle (Ausgrabungsstätte und Amphitheater)

 

Monte Argentario

Porto Azzuro

Elba erreicht man von Piombino aus mit der Fähre (ca. 1 Stunde) oder mit dem Tragflächenboot (30 Minuten). Die Insel ist nicht nur sehr sehenswert, weil Napoleon hier einige Monate im Exil lebte, sondern sie ist landschaftlich sehr reizvoll und hat wunderschöne Strände. Taucher und Schnorchler kommen hier auf ihre Kosten. Im Juli / August sollte man, wenn man mit dem Auto übersetzen will, unbedingt reservieren, denn die Insel ist in der Hauptsaison ein äußerst beliebtes Urlaubsziel.  

Sollten Sie zu früh in Piombino sein, so sollten Sie Populonia besuchen mit seiner Burg, von der Sie aus eine herrliche Aussicht haben.


Selbst nach Rom lohnt sich ein Tagesausflug, denn es sind nur ca. 200 km!  
Weitere Informationen können Sie auch vom italienischen Fremdenverkehrsamt erhalten.

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